Landesbischof Ralf Meister

Ralf Meister wurde am 25. November 2010 von der 24. Landessynode gewählt und am 26. März 2011 zum Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eingeführt.

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Besuch im Erlebnisraum Taufe - Weltausstellung

Bei der Weltausstellung Reformation 2017 in Wittenberg ist Halbzeit. Landesbischof Meister nutzte die Ferienzeit, um der Weltausstellung privat einen Besuch abzustatten. Natürlich war Familie Meister auch im hannoverschen Erlebnisraum Taufe zu Gast und ließ sich am 500-jährigen Taufstein aus der Kirchengemeinde Hülsede segnen.

Über 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der hannoverschen Landeskirche machen in diesem Sommer Dienst im Erlebnisraum am Stadtgraben in Wittenberg. Aus dem Team der Bischofskanzlei ist auch jeweils eine Mitarbeiterin für eine Woche dabei, bis am 10. September die Tore der Weltausstellung geschlossen werden.

Das morgendliche Herrichten des Raumes, die Vorbereitung der Give-aways, doch vor allem ein freundliches Willkommen, das leise Begleiten der Ankommenden in den besonderen Raum und ein Segenswort als Erinnerung an die Taufe gehören zu den Aufgaben der Begleitenden.

Große Worte braucht es nicht. „Der Raum ist selbsterklärend und lässt sich auf jeweils ganz eigene Art entdecken – es geht um das eigene Erleben.“ sagt Innenarchitektin und Projektleiterin Ulrike Tüpker.

Weltausstellung Reformation in Wittenberg noch bis zum 10. September.
Hier finden Sie hier die wichtigsten Informationen für Ihren Besuch.


Bild: Cornelia Dassler und Johannes Neukirch

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„Hannover summt“ im Bischofsgarten

Im Garten der Bischofskanzlei summt es. "Die unverdroßne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und da ihr edle Honigspeise“ (EG 503, Geh aus mein Herz).
Seit einigen Wochen stehen zwei Bienenstöcke der Initiative „Hannover summt!“ im Garten der Bischofskanzlei. Sie werden von einer professionellen Imkerin betreut, die mit der Entwicklung des Bienenvolkes in der Haarstraße hochzufrieden ist.
„Hannover summt!“
ist ein Zusammenschluss professioneller Imker, Hobby-Imker und Naturfreunde aus Hannover und Umgebung, die sich für den Schutz und die Förderung von Honig- und Wildbienen im Raum Hannover einsetzen. Artenvielfalt und die Sensibilisierung der Bevölkerung für biologische Vielfalt sind dabei maßgeblich. 
"Hannover summt" hat verschiedene Standorte in Hannover und Umgebung, an denen Bienenvölker sich beheimaten. Der Garten der Bischofskanzlei gehört nun nach den ersten Wochen Probewohnen für das Bienenvolk dazu.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Sommertage!

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Bild: Bischofskanzlei

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Bild: Jens Schulze

"Ehe für alle"

Evangelische Bischöfe aus Niedersachsen begrüßen eine mögliche "Ehe für alle". "Menschen leben nicht nur in der Ehe zwischen Mann und Frau, sondern auch in anderen Beziehungsformen in Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung miteinander", sagte Landesbischof Ralf Meister. 

Auch der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns betonte, die Kirche setze sich für den Abbau von Diskriminierungen ein. "Deswegen können wir das Bemühen des Staates unterstützen, homosexuelle Paare mit Paaren von Mann und Frau rechtlich gleichzustellen." Der Bundestag wird am Freitag über die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben abstimmen. 

Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen ermöglichen bisher Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare. Die Unterschiede zur kirchlichen Trauung sind dabei verschieden stark ausgeprägt. Auch ist es in der Regel den Pastorinnen und Pastoren freigestellt, ob sie die Segnung halten oder an eine andere Gemeinde abgeben wollen.

Die hannoversche Landeskirche stellt Meister zufolge eingetragene Lebenspartnerschaften genauso unter "Gottes Wort und Segen" wie die Ehen zwischen Mann und Frau. In den zentralen Elementen wie einem gegenseitigen Treueversprechen oder dem Ringwechsel unterschieden sie sich nicht von einer Trauung. 

Auch die oldenburgische und braunschweigische Kirche ermöglichen Segnungsfeiern. In Oldenburg sind nach einer auf einen Synodenbeschluss von 2004 zurückgehenden Handreichung aber zum Beispiel ein Trauversprechen und ein Ringtausch nicht vorgesehen. Auch in der braunschweigischen Kirche unterscheide sich die Andacht von einem offiziellen Trauungsgottesdienst, der auch im Kirchengesetz verankert sei, sagte Kirchensprecher Michael Strauß. 

Dass die Änderung staatlicher Gesetze auch zu Veränderungen in der Kirche führt, hält Strauß für nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich bedeute die Trennung von Staat und Kirche zwar, dass ein Einfluss auf kirchliche Gesetze nicht zwingend sei. Allerdings hätten die Kirchen ihre Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren bereits in den vergangenen Jahren verändert, sagte Strauß. "Aus meiner Sicht wird ein neuer Diskussionsprozess eröffnet." Auch der oldenburgische Kirchensprecher Hans-Werner Kögel hält erneute Diskussionen in der Synode seiner Landeskirche für möglich. 

In der Bremischen Evangelischen Kirche und der Evangelisch-reformierten Kirche entscheiden die Gemeinden selbst, wie sie das Thema handhaben. In Bremen sind gleichgeschlechtliche Trauungen "weder erlaubt noch verboten", sagte Kirchensprecherin Sabine Hatscher. In der bremischen Kirchenverfassung ist die sogenannte "Glaubens-, Lehr- und Gewissensfreiheit" verankert, die es den Gemeinden ermöglicht, theologische, weltanschauliche oder pädagogische Fragen eigenständig zu regeln.

Auch bei den Reformierten entscheidet der Kirchenrat jeder einzelnen Gemeinde, ob gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden. Auf der kommenden Synode im Herbst solle über eine neue Trau-Agenda entschieden werden, sagte Kirchensprecher Ulf Preuß. Diese sehe unter anderem vor, keinen Unterschied mehr zwischen hetero- und homosexuellen Partnerschaften zu machen und Trauungen in das Kirchenbuch einzutragen. Es werde aber dabei bleiben, dass die Kirchengemeinde vor Ort entscheide. (epd)

Wortlaut der Stellungnahme von Landesbischof Meister
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Reformation in Hullersen: Erzählt von eurem Glauben

Landesbischof Ralf Meister hat die evangelischen Christinnen und Christen zu einem offeneren Umgang mit ihrem eigenen Glauben aufgefordert. Es sei wichtig, "dass wir erzählen, wo wir Gottes Gegenwart sehen und hören in dieser Welt und damit anderen Hoffnung bringen", sagte Meister bei einem Gottesdienst in Hullersen (Einbeck), einem der ältesten Reformationsorte in Niedersachsen. Er ergänzte: "Macht aus eurem protestantischen Herz kein Geheimnis. Seid fröhlich und getrost und erzählt es der Welt."

Protestanten sollten zu ihrem Glauben stehen, gerade auch weil für viele Menschen heute Gott keine Rolle mehr spiele, forderte der Bischof. Immer mehr Menschen meinten, alles aus eigener Kraft erreichen zu können: "Frieden wird zum reinen Menschenwerk. Gerechtigkeit wird zur menschlichen Rechthaberei. Spüren wir nicht, wie wir uns damit rauben, was wir zum Leben brauchen?"

Angesichts vieler Krisen erwarteten viele Menschen klare Ansagen von der Kirche und auch von ihm selbst als Bischof, sagte Meister in seiner Predigt in der Dorfkirche im Einbecker Ortsteil Hullersen. Sie verlangten "ein klares Richtig oder Falsch in den bedrohlich offenen Fragen, mit denen wir in den letzten Monaten konfrontiert wurden".

Doch der protestantische Glaube erfordere die Gewissensentscheidung jedes einzelnen, betonte der Landesbischof. Protestantische Ratschläge seien kein schneller Ratgeber des Richtig oder Falsch. "Wir Protestanten haben keine Lehrinstanz. Wir müssen entscheiden - allein aus unserem Glauben an Jesus Christus."

Die Kirche in Hullersen ist einer der frühesten Orte der Reformation. Dort habe im Jahr 1522 der Mönch Johannes Ebbrecht einen der ersten evangelischen Gottesdienste gefeiert, hieß es. Er sei dafür angefeindet und sogar inhaftiert worden. Meister dankte den Schülern der Berufsbildenden Schulen Einbeck, die diese Geschichte in Bildern auf zahlreichen Stromkästen der Stadt verewigt haben. (epd/red.)

Nach dem Gottesdienst ging es mit einer Kutsche in ein Jugendlager des Pfadfinderstamms "Ebbrecht". Begleitet wurde Landesbischof Meister dabei von Superintendenten Stephanie von Lingen (Foto).

Bild: Kirche Einbeck

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Bild: epd-Bild

Gruß zum Fastenbrechen

Zum Fest des Fastenbrechens grüßt Landesbischof Ralf Meister die muslimischen Gemeinden in Niedersachsen:

Im Namen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wünsche ich Ihnen, Ihren Familien, den Moscheen und allen Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen ein gesegnetes Ramadanfest.

Haben Sie herzlichen Dank für die vielen Einladungen zum Fastenbrechen, die Sie auch in diesem Jahr wieder an evangelische Christinnen und Christen ausgesprochen haben. Wir freuen uns über diese Einladungen und nehmen sie gern an.

Für uns als Landeskirche stand und steht das laufende Jahr ganz im Zeichen der Feier des 500-jährigen Jubiläums der Reformation. In Wittenberg begehen wir im Rahmen des Reformationssommers in wenigen Tagen eine Woche des interreligiösen Dialogs. Zuvor treffen sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und einige unserer Dialogbeauftragten wie in jedem Jahr mit den Vertretern und Vertreterinnen des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland. Teil des Programms wird auch eine kleine Tour durch Wittenberg sein, der Stadt, von deren Universität aus die Reformation vor 500 Jahren in besonderer Weise ausging.

Bei diesen und vielen anderen Gelegenheiten beschäftigen wir uns intensiv mit den Fragen, die uns heute bewegen. Deutschland ist in den letzten fünf Jahrzehnten ein religiös vielfältiges Land geworden. Seine gesellschaftliche und politische Struktur hat wenig gemein mit dem Land, in dem Martin Luther, Philipp Melanchthon und all die anderen Reformatoren einst wirkten. Darauf müssen wir als Evangelische Kirche in angemessener Weise reagieren, nicht zuletzt dadurch, dass wir unser Verhältnis zu anderen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen neu bestimmen. Auch das heißt für uns „Reformation“.

Wir sind dankbar für die unzähligen Gespräche, die wir mit Ihnen seit dem letzten Ramadanfest führen durften, sei es im kleinen, vertraulichen Rahmen, sei es bei Fortbildungen und Veranstaltungen des interreligiösen Dialogs, sei es auf der politischen Bühne. Wir sind gut vernetzt und kennen uns. Das ist etwas sehr Wertvolles in dieser Zeit, in der das Miteinander von Christen und Muslimen auf vielerlei Weise herausgefordert wird, insbesondere durch die politischen Entwicklungen im Nahen Osten und in der Türkei, die auch bei uns tiefe Spuren hinterlassen haben.

Id mubarak wünscht Ihnen Ihr

Ralf Meister

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"In unserem Glauben eine neue Heimat finden"

Über die Taufe von Flüchtlingen wurde zuletzt viel diskutiert. In Ramelsloh bei Hamburg hat ein evangelischer Pastor sieben Männer aus dem Iran und Afghanistan getauft. Landesbischof Meister wollte von ihnen hören, warum sie Christen geworden sind.

Ramelsloh/Kr. Harburg. Im Iran habe er sich immer unter Druck gefühlt, Angst gehabt. In dem Land, das sich als Islamische Republik bezeichnet, sei seine muslimische Religion für ihn Zwang und Unterdrückung gewesen, sagt der Automechaniker Said. Schon seine Eltern hätten ihn wie einen Hund behandelt, weil er sich nicht den strengen Vorschriften unterwerfen wollte. "Du bist nicht unser Kind. Du bist Heide", hätten sie gesagt, berichtet er am Sonntag in einem Gemeindesaal im niedersächsischen Ramelsloh dem hannoverschen Landesbischof Ralf Meister. "Ich habe Religionen gehasst."

In Ramelsloh hat sich Said jetzt christlich taufen lassen. Meister will von ihm und sechs weiteren getauften Flüchtlingen aus dem Iran und Afghanistan wissen, warum sie Christen geworden sind. In die Diskussion, ob die evangelische Kirche leichtfertig mit der Taufe umgeht und die christliche Taufe von Flüchtlingen für ihr Bleiberecht missbraucht wird, hatte der evangelische Landesbischof zuletzt immer wieder vor Pauschalurteilen gewarnt. Gemeinden prüften das Taufbegehren in der Regel sorgfältig.

Ramelsloh sei dafür ein positives Beispiel, unterstreicht Meister in einem Festgottesdienst der Kirchengemeinde bei Hamburg. "Sie als Gemeinde glauben daran, dass Menschen nicht nur in unseren Dörfern, sondern auch in unserem Glauben eine neue Heimat finden können." Der Ramelsloher Gemeindepastor Hans-Georg Wieberneit betont, der Wunsch, getauft zu werden, sei von den Flüchtlingen ausgegangen. Vor der Taufe seien die Männer in mehrwöchigen Kursen vorbereitet worden. Paten begleiten sie auch weiterhin. Er habe auch deutlich gemacht: "Die Taufe ist keine Garantie dafür, dass sie nicht wieder in ihre Heimatländer zurückgeführt werden."

Nach Wieberneits Einschätzung suchen die getauften Flüchtlinge aus dem Iran und aus Afghanistan vor allem Freiheit und religiöse Gemeinschaft. "Syrer und Iraker haben andere religiöse Erfahrungen gemacht", sagt Wieberneit, dessen Gemeinde sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert. "Die sind fröhlich Muslime."

Der Iraner Said spricht von der Strenge, die der Islam für ihn bedeutet habe. Als Christ erfahre er jetzt Ruhe. "Ich hatte keinen Vater, jetzt habe ich zwei: Gott und meinen Paten."

Der 25-jährige Ali aus dem Iran übersetzt ins Deutsche, was die Männer im Alter von 20 bis 50 Jahren sagen. Ali kam vor knapp zwei Jahren nach Deutschland. Er war schon Christ, bevor er geflohen ist, erzählt er. Als 16-Jähriger habe er sich in Teheran mit armenischen Christen angefreundet. Er wollte mehr über ihre Religion wissen. Doch die Freunde hätten ihn gewarnt. "Das ist sehr, sehr gefährlich."

Ali reiste in die Türkei, um einen christlichen Gottesdienst zu besuchen. Dort ließ er sich später auch taufen, erzählt er. Fotos von der Taufe hütete er nach seiner Rückkehr in den Iran auf dem Handy, das er versteckt hielt. Als es während seines Militärdienstes doch entdeckt wurde, ergriff er die Flucht. "Es ist eine lange Geschichte."

Meister hört in dem Gespräch vor allem zu. "Das wäre mein großer Wunsch, dass Sie dieses starke Gefühl der Freiheit und Gemeinschaft behalten", sagt er zum Abschied. Die getauften Flüchtlinge könnten auch eine Bereicherung für die evangelischen Kirchengemeinden in Deutschland sein. "In 20 Jahren singen wir hier vielleicht ein Lied, das einer von Ihnen gedichtet hat, mit Ihren Erfahrungen." (epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen/Karen Miether)

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Bild: Andrea Horn/Landeskirche Hannovers

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Neue Kapelle im Göttinger Krankenhaus Neu-Mariahilf

Göttingen. Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende hat am Standort Neu-Mariahilf eine neugebaute Kapelle eingeweiht. Die Raumgestaltung sei "schlicht aber dennoch stark", sagte der hannoversche Landesbischof Ralf Meister bei einem Gottesdienst. Der halbrundförmige Neubau an der Fassade umfasst 30 Sitzplätze und hat den Angaben zufolge 360.000 Euro gekostet.

In die rahmenlosen bodentiefen Motiv-Fenster wurden die Fenster der ehemals katholischen Kapelle integriert, hieß es. Diese Fenster zeigten die ökumenische Dimension, sagte Meister. Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende hatte im Jahr 2014 das im 19. Jahrhundert gegründete katholische Krankenhaus Neu-Mariahilf gekauft.

Die Einrichtung für die Kapelle sei den Angaben zufolge aus teilweise jahrhundertealten Eichenbalken entstanden, die früher andere Häuser getragen haben. In der Eingangstür befinde sich eine Kalligraphie mit Fragmenten aus dem 23. biblischen Psalm. Rund 100.000 Euro der Gesamtkosten wurden mit Spenden und Fördermitteln finanziert.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und frühere Northeimer Superintendent Heinz Behrends nannte den Kapellenneubau "sensationell". Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende befinde sich in einer Art Gegenbewegung, "denn überall werden Kirchen entwidmet und abgerissen." Für Patienten, Besucher und der Öffentlichkeit sei dies ein Ort für Gebete, Meditation, Kultur und Stille.

Das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende mit insgesamt 601 Betten umfasst an den drei Standorten Weende, Neu-Mariahilf und Bovenden-Lenglern eine Grund- und Regelversorgung. Rund 1.400 Mitarbeiter sind dort beschäftigt. nach der Göttinger Universitätsklinik gilt es als bisher zweitgrößtes Krankenhaus in Südniedersachen.  (epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen)

Bildunterschrift: Prof. Dr. Michael Karaus und Frank Czeczelski (Geschäftsführung EKW), Landesbischof Ralf Meister, Birgit Hecke-Behrends (Projektleiterin Neubau Kapelle und Klinikseelsorgerin NMH), Superintendent i.R. Heinz Behrends (Aufsichtsratsvorsitzender EKW) bei der Einweihung der Kapelle.
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Bild: Bild: Krankenhaus Göttingen-Weende

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Bild: Jens Schulze

"Nicht mit uns" - Aufruf zum Friedensmarsch in Köln

"Dieser Aufruf ist ein starkes Zeichen gegen jeden Generalverdacht, der Muslime in die Nähe von Gewalt und Terror rückt.

Als evangelische Kirche stehen wir an der Seite aller, die für das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Weltanschauungen, für Freiheit und Demokratie, gegen Rassismus und Ausgrenzung auf die Straße gehen."

Landesbischof Ralf Meister


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Persönliche "Luther-Momente" und Reformation im Alltag

Auf Einladung von Landesbischof Meister wurde Bettina Wulff mit vielen anderen Prominenten Reformationsbotschafterin für das Jahr 2017.

In diesem Video erzählt sie, was Reformation im Alltag für sie bedeutet. Sie schildert ihre persönlichen Luther-Momente und warum ihr Engagement beim Notruf Mirjam Ausdruck ihres persönlichen Glaubens ist.


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Missbräuchliche Taufen sind nicht zu dulden

Herr Meister, darf es die Kirche zulassen, dass die Taufe missbraucht wird, um ein Aufenthaltsrecht in Deutschland zu erwirken?

Ich habe bereits im vergangenen Dezember zum ersten Mal als Besucher an einem Prozess im Verwaltungsgericht in Hannover im Rahmen eines Asylverfahrens teilgenommen. Aufmerksam hörte ich die Fragen des Richters, der den Kläger nach seiner christlichen Identität fragte. Es ist klar, dass die Beurteilung des Sakraments der Taufe nicht einer weltlichen Gerichtsbarkeit untersteht. Allerdings ist ebenso deutlich, dass missbräuchliche, erschlichene Konversionen nicht geduldet werden können.

Wie kann die Kirche einen solchen Missbrauch verhindern?

Wir müssen sensibel mit dem Taufbegehren von Flüchtlingen umgehen und uns unserer besonderen Verantwortung bewusst sein. Die Aufgabe der Kirchengemeinden ist es, die Taufbewerber zu begleiten und zu unterrichten: in ihrer Hinwendung zu Christus und zum Glauben; in ihrem Wachstumsprozess im Glauben und darin, in der Gemeinschaft einer Ortsgemeinde ein geistliches Zuhause zu finden. Gibt es tatsächlich die Bereitschaft des Taufbewerbers, in einer christlichen Gemeinde zu leben? Es ist notwendig, die jeweilige Lebenssituation genau zu kennen. Das Kennenlernen findet zu beiden Seiten statt. Menschen, die die Taufe begehren, benötigen viel Zeit.

Wird eine solche intensive Prüfung allein genügen?

Ich fürchte nicht. Obwohl mit der Taufe eine Absage vom Islam verbunden ist, ist bei aller Sorgfalt im Umgang mit Taufbegehren von Geflüchteten nicht auszuschließen, dass es im Einzelfall zu Missbräuchen kommt. Aber wir halten uns an den Grundsatz „Der Missbrauch hebt den guten Gebrauch nicht auf“.

Wenn es trotz intensiver Prüfung innerhalb der Kirchengemeinden dennoch zum Missbrauch kommt, wer wird diesen sanktionieren?

Die Kirche mit Sicherheit nicht. Das ist allein die Aufgabe des Staates. Vor wenigen Wochen wurden in Hannover zwei Menschen verhaftet unter dem Verdacht, Iraner nach Deutschland eingeschleust und sie für das Asylverfahren geschult zu haben. Sie sollen den illegal eingereisten Personen geholfen haben, sich als konvertierte Christen auszugeben, damit sie der Abschiebung entgehen. Es ist die Aufgabe staatlicher Gerichte, gegen diese Form von Missbrauch entschieden vorzugehen.

Interview mit Jörg Köpke, RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND)

Video: Interview im ZDF-Morgenmagazin am 8. Juni 2017


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