Landesbischof Ralf Meister

Ralf Meister wurde am 25. November 2010 von der 24. Landessynode gewählt und am 26. März 2011 zum Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eingeführt.

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Bild: Bischofskanzlei

Pfingsten - Fest der Entgrenzung

Am Wochenende erwarten uns mehr als zwei freie Tage. Es ist Pfingsten. Das Fest mit den vielen Sprachen trifft einen zentralen Kern unseres Miteinanders. Denn wir erzählen an Pfingsten, dass der Geist Gottes Menschen unterschiedlichster Herkunft, Sprache und Hautfarbe so eng miteinander verbindet, dass sie sich verstehen und eines Geistes sind. Zugleich aber wird darin auch deutlich: Pluralität gehört zum Glauben dazu.

In den Zeiten eines wiedererwachenden Nationalismus, in den Zeiten von Anschlägen, Grenzverletzungen und Kriegen ist das eine sehr aktuelle und dringliche Botschaft für alle Völker. Bevor die Menschen verbunden werden, beseitigt der Geist Gottes die Grenzen zwischen Menschen. Und ich kenne keine andere religiöse Erzählung, die so radikal auf Entgrenzung und darin zugleich auf eine neue Verbindung setzt: Nur der Geist der Liebe und des Friedens ist wichtig, alles andere nebensächlich. 

Ein schönes sichtbares Zeichen dafür, dass wir mit unserem heutigen Pfingstfest daran anknüpfen, sind die vielen Gottesdienste unter freiem Himmel. An Christi Himmelfahrt, aber auch an Pfingsten gehen wir oft aus den Kirchengebäuden hinaus und feiern „Open Air“. Beim ersten Pfingstfest kamen die Menschen in Jerusalem ursprünglich zum jüdische Wochenfest zusammen, genannt Schawuot. Es ist ein Erntedankfest und gehört zu den jüdischen Wallfahrtsfesten, an denen Menschen von überall her nach Jerusalem reisen. Diese vielen Menschen aus aller Welt feierten damals zusammen – und vermutlich  auch vorwiegend im Freien. Dabei wurden sie Zeuginnen und Zeugen der ersten öffentlichen Predigt der Jünger Jesu. In diesem Jahr werden übrigens Schawuot und Pfingsten gleichzeitig gefeiert.

An Himmelfahrt und Pfingsten stellt sich die noch kleine Schar der Jesus-Anhänger darauf ein, dass Jesus nicht mehr sichtbar und physisch unter ihnen ist. Und sie machen die Erfahrung: Es kommt alles darauf an, dass der Funke auf uns selbst überspringt. Trauer oder Heldenverehrung bringen uns nicht weiter. Wir sind in Gottes Geist miteinander verbunden und werden durch ihn die Lage versetzt, Liebe zu üben und in Frieden miteinander zu leben. Das ist das grundlegende Narrativ für christliche Gemeinden. Deshalb wird ja Pfingsten auch der „Geburtstag der Kirche“ genannt.

Wer Pfingsten predigt und Gottesdienste gestaltet, wird auch darüber reden, wo und wie Gottes Geist heute wirkt, wo Schranken durch die Liebe Gottes fallen, die uns sonst trennen. Ein faszinierendes aber auch umstrittenes Beispiel habe ich einmal zu Pfingsten in Lübeck in der Marien-Kirche erlebt. Dort sprachen alle Vertreter der Weltreligionen aus ihren eigenen Traditionen Texte zum Frieden und zur Toleranz. Und sie wurden nicht kritisch kommentiert sondern als offene Möglichkeit zugelassen: Hier weht der Wind Gottes. Deshalb bin ich sicher, dass diese Erzählung zeigt, an wie vielen Stellen wir durch Mauern, Zäune, Grenzen, in der Welt oder im Herzen gegen die Freiheit des liebenden Geistes Gottes agieren.

Gesegnete Pfingstage wünscht Ihnen
Ihr
Ralf Meister


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Situation in Jerusalem ist hochdramatisch

 Landesbischof Ralf Meister hat die Situation in Jerusalem und der gesamten Region als "momentan hochdramatisch" bezeichnet. "Das ist sie nicht zuletzt auch deshalb, weil die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen, im Jahr des 70-jährigen Bestehens des Staates Israel erfolgt ist", sagte er dem Evangelischen Pressedienst (epd) in Hannover. "Und diese Entscheidung ist absolut fragwürdig."

Dass diese Entscheidung gewalttätige Auseinandersetzungen zur Folge haben würde, sei von Anfang an klar gewesen. "Es ist diplomatisch mehr als unklug gewesen, einen solchen Schritt zu tun", unterstrich Meister. "Ich hoffe im Moment nur, dass beide Seiten von weiterer Gewalt absehen und es relativ zügig zu einer deutlichen Stellungnahme des UN-Sicherheitsrates kommt, in der die Gewalt von beiden Seiten verurteilt wird." Meister hatte unter anderem ein Studienjahr an der Hebräischen Universität in Jerusalem absolviert.

Die evangelische Kirche stehe eindeutig zum Existenzrecht des Staates Israel. Sie respektiere auch den theologischen Anspruch, den Juden für das Land Israel reklamierten, betonte der Bischof und fügte hinzu: "Zugleich fordert die Kirche aber auch, dass es in Richtung einer Zwei-Staaten-Lösung eine friedliche, gerechte und dauerhafte Perspektive für die Palästinenser in dieser Region geben muss." (epd)


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Pfarrberuf 2030

Mitgliederschwund. Nachwuchsmangel. Attraktivität. Was machen Pastorinnen und Pastoren im Jahr 2030? Darüber diskutieren 200 Theologinnen und Theologen der hannoverschen Landeskirche in Hildesheim.

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„Von A-Z: Gott behüte deinen Weg"

Seit 2013 erhalten die Kirchengemeinden der hannoverschen Landeskirche ein Geschenk von Landesbischof Ralf Meister für die Schulanfängerinnen und Schulanfänger in ihren Einschulungsgottesdiensten.
In diesem Jahr konnten die Gemeinden für die Gottesdienste im August eine kleine Magnettafel im DIN A5-Format bestellen. Sie besteht aus Buchstaben und Motiven, die einzeln abgetrennt und wieder zu Worten zusammengesetzt werden können.
Der Zuspruch war groß, noch vor dem Bestellschluss waren 35.000 Magnettafeln vergeben.

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Bild: EMA/Landeskirche Hannovers

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Brandkatastrophe in Sao Paulo, Brasilien

Landesbischof Ralf Meister kondoliert der Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (Igreja Evangélica de Confissão Luterana no Brasil, IECLB) anlässlich der Zerstörung ihrer Innenstadtkirche in São Paulo. Meister besucht zurzeit zusammen mit einer Delegation des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen (ELM) die Partnerkirche IECLB:

"Mit Erschrecken und großer Trauer hat uns die Nachricht von der vollständigen Zerstörung eines Hochhauses in unmittelbarer Nähe der Martin-Luther-Kirche (Igreja Martin Luther) in der Innenstadt von São Paulo erreicht. Wir haben erfahren, dass die Arbeit dieser Kirchengemeinde mit wohnungslosen Menschen, die in dem ausgebrannten und zusammengestürzten Hochhaus lebten, vor großen Aufgaben stand. Wir trauern mit ihnen um die Menschen, die ihr Leben verloren haben und um die Menschen, denen ihre letzte Habe genommen worden ist.

Die Kirche und das Gemeindehaus, die unmittelbar neben dem zusammengestürzten Hochhaus standen, sind fast vollständig zerstört. Die Fernsehbilder haben uns erschüttert. Ich werde mit einer Delegation der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers und des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen am Freitag in São Paulo die betroffene Gemeinde und die Arbeit besuchen. Wir stehen im Gebet an ihrer Seite und werden sie mit einer Soforthilfe der Landeskirche Hannovers in Höhe von 10.000 Euro unterstützen."

Bild: ELM

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Konkrete Hilfe statt pompöser Kirchbauten

Mit einem Gottesdienst gingen die Partnerschaftskonsultationen des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen in Porto Alegre zu Ende. An der Tagung nahmen Kirchenvertreterinnen und -vertreter aus Äthiopien, Botsuana, Brasilien, Deutschland, Indien, Malawi, Peru, Russland und Südafrika​ teil.

Landesbischof Ralf Meister zog ein positives Fazit der Beratungen, die am vergangenen Montag begonnen hatten. "Im Zentrum der Gespräche mit unseren Partnerkirchen stand die Frage, wie die Mission der Kirchen in urbanen Ballungszentren aussieht. Es ist deutlich geworden, dass wir keine pompösen Kirchenbauten benötigen, sondern konkrete Hilfe für Menschen, die in Not sind. Es gab einen sehr intensiven Austausch und vielfältige Anregungen aus den unterschiedlichen Kontexten, in denen wir als Kirche arbeiten. Wenn wir uns in einigen Jahren wieder zu Gesprächen in diesem Kreis treffen, werden wir sehen, was die gegenseitigen Anregungen in unseren Kirchen bewirkt haben."

Im Anschluss an die Konsultationen wird Landesbischof Meister mit einem kleinen Team weitere Projekte in Brasilien besuchen. (Text: Christoph 
Ernesti)

Bild: ELM

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Begegnungen in Brasilien

Zur Tagung des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Brasilien gehört auch der Besuch von Projekten, die direkt von den Kirchen des Missionswerks gefördert werden.

Foto Nr. 1: Besuch der Fundacao Luterana De Diaconia, einer Stiftung, die Initiativen und Kooperativen bei Projekten des solidarischen Wirschaftens (Solidarity Economy) unterstützt

Foto Nr. 2: Landesbischof Meister besuchte in der Nähe von Porto Alegre das Dorf, in dem die Quilombola leben, Nachfahren afrikanischer Sklaven. Zentrale Figur dieser kleinen Gemeinde, mit etwas mehr als 1.000 Bewohnern ist Rosangela da Silva Elias. Ihre Urgroßmutter floh mit ihrem Mann im 19. Jahrhundert von einer Plantage auf einen Berg im Umland von Porto Alegre. Bis heute sind die Lebensverhältnisse in dem kleinen Dorf sehr schwierig. Strom erhielt die kleine Gemeinde erst vor 10 Jahren, obwohl die Metropole Porto Alegre in Sichtweite ist. Gerne hätten die Bewohnerinnen und Bewohner auch einen Kindergarten oder eine Schule in der Nähe. Bisher hat es aber nur für ein bescheidenes Gemeindezentrum gereicht. Das Missionswerk unterstützt die kleine Gemeinde zum Beispiel bei Alphabetisierungskampagnen, um gerade die jungen Quilombola in die Lage zu versetzen, ihre Zukunft selbst zu gestalten. (Text: ELM/red.)

Bild: ELM

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Partnerschaftskonsultation in Brasilien

„Vision of Church and Mission 2030“ – unter diesem Motto blicken kirchenleitende Vertreterinnen und Vertreter von 15 Partnerkirchen auf der fünften Partnerkonsultation des Evangelisch-lutherischen Missionswerks in Niedersachsen (ELM) in die Zukunft von Kirche und Mission. Sie kommen aus Äthiopien, Botsuana, Brasilien, Deutschland, Indien, Malawi, Peru, Russland und Südafrika und beraten vom 21. bis 28. April in Porto Alegre, der Hauptstadt des südbrasilianischen Bundesstaates Rio Grande do Sul, über theologische Fragen und die Herausforderungen für die evangelischen Kirchen.

Porto Alegre, Sitz der Kirchenleitung der gastgebenden Evangelischen Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien, ist mit knapp anderthalb Millionen Einwohnern einer der größten Städte Brasiliens und spiegelt gleichzeitig die Probleme des von zunehmender politischer und sozialer Instabilität geprägten Landes wieder. Probleme, an denen sich beispielhaft der Auftrag der Kirchen nachvollziehen lässt. Im Rahmen des Tagungsprogramms werden die Teilnehmenden aus vier Kontinenten darum auch verschiedene Projekte der Gastgeberkirche besuchen.

Für ELM-Direktor Michael Thiel knüpft dieses Treffen in logischer Konsequenz an die Konsultation von vor drei Jahren unter dem Titel „Christus in der Stadt“ in Addis Abeba an. „Damals haben wir uns Gedanken gemacht über die Folgen für die Relevanz und den Auftrag der Kirchen angesichts weltweit rasant wachsender Städte und Metropolregionen“, so Thiel. „Diese Entwicklung wird sich fortsetzen durch den ungebrochenen Zustrom der Menschen in die Städte.“ Welcher Auftrag und welche Zukunftsvision für Kirche und Mission sich daraus ergeben, dem versuche man auf dieser Konferenz nachzuspüren.


Foto 1: Landesbischof Ralf Meister eröffnet die Konferenz Vision of Church in Mission des ELM in Porto Alegre, Brasilien am 22.04.2018.

Foto 2 v.l.n.r.: Maike Meyer, Mitglied des Missionsausschuss, Prf. Dr. Wilhelm Richebächer, Fachhochschule für Interkulturelle Theologie (FIT), Landesbischof Ralf Meister, Michael Thiel, Direktor ELM, Mariani Tauchert, Journalistin und Event Koordinatorin IECLB

Bild: ELM

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Ephorenkonvent in Loccum

Die Superintendentinnen und Superintendenten und die Leitenden der landeskirchlichen Einrichtungen haben auf Einladung von Landesbischof Meister in Loccum auf ihrem jährlichen Konvent miteinander gearbeitet. 
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Bild: Johannes Neukirch

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Ökumenische Gespräche

Während ihrer Reise nach Rom trafen die Mitglieder des Bischofsrates der hannoverschen Landeskirche sich mit Kurt Kardinal Koch zu einem ökumenischen Gespräch. 
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Bild: Dr. Hans Christian Brandy

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