Landesbischof Ralf Meister

Ralf Meister wurde am 25. November 2010 von der 24. Landessynode gewählt und am 26. März 2011 zum Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers eingeführt.

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Landtag beginnt mit Ökumenischer Andacht

Mit einer ökumenischen Andacht, gehalten von Bischof Trelle und Landesbischof Meister, nahm der niedersächsische Landtag seine Arbeit nach der Sommerpause wieder auf.

Aus der Fürbitte im Gottesdienst:

Barmherziger Gott, auf dein Wort hin

können Waffen schweigen.

Auf dein Wort hin

kann sich Machtgebaren legen.

In deine Worte legen wir unsere Sorgen

um die Situation zwischen den USA und Nordkorea, um Syrien und die Krisenherde dieser Welt.

Wir hoffen auf dich.

 

Gnädiger Gott, auf dein Wort hin

wird unser Leben würdig und recht.

Auf dein Wort hin

kann unser Miteinander gelingen.

In deine Worte legen wir das Gelungene und Misslungene,

das Gereifte und Verzweifelte der vergangenen Wochen.

Wir hoffen auf dich.

 

Treuer Gott, auf dein Wort hin

übernehmen wir Verantwortung

Auf dein Wort hin

gehen wir an unsere Arbeit  und in den Wahlkampf.

In dein Wort legen wir unsere Versuchungen und unsere Wünsche,

unsere Worte und unser Tun.

Wir hoffen auf dich.

Amen.

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Bild: Johannes Neukirch

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Besuch aus Malawi 

Zu einem Austausch über Energieversorgung und Fragen des Endlagers trafen sich Bischof Dr. Joseph P. Bvumbwe aus Malawi und Landesbischof Meister in Hannover. Bischof Dr. Joseph P. Bvumbwe und seine Frau befinden sich zur Zeit auf einem zweiwöchigem Deutschland-Besuch beim Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen. Die lutherische Kirche in Malawi (ELCM) ist eine Partnerkirche des ELM und darüber auch mit der Ev.-luth. Landeskirche in Braunschweig verbunden. Gegründet 1982 ist sie eine schnell wachsende Kirche mit rund 80.000 Mitgliedern in 400 Gemeinden und Predigtorten. Dr. Bvumbwe gehört in Malawi zu einer staatlichen Kommission zum Thema Energieversorgung des Landes.  
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Bild: Michael Thiel, ELM

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Von der Schönheit und Leichtigkeit des Glaubens

Bei einem Gottesdienst im Freilichtmuseum Am Kiekeberg traf Landesbischof Meister seinen Konfirmator Pastor Egge de Wall. Von wem lernen wir die Schönheit und Freiheit des Glaubens? Wer sind unsere Mütter und Väter im Glauben?

Wenn dein Kind dich morgen fragt - Gedanken aus der Predigt:

"Wir schulden unseren Kindern die Weitergabe unseres Glaubens. Wir entkommen dem nicht, und unsere Kinder brauchen die Geschichten eines Gottes, der sie befreit, auch wenn sie gefangen sind in den Ängsten dieser Welt, die kein Mensch mit Reden und Argumenten beiseite schaffen kann. Ja, wir gestehen, wir brauchen sie selbst. Die alten Geschichten der Freiheit, die Bilder der großen Sehnsüchte nach einer Welt von Gerechtigkeit und Frieden, wie sie Gott uns versprochen hat.

Kinder brauchen Religion. Aber nicht „um zu“. Das kommt früh genug. Wenn sie die Schönheit und Freiheit des Lebens begreifen und sie spüren, dass sie dieses Leben einem anderen verdanken, dann werden sie selbst entdecken, dass Religion das eigene Leben reich macht, erfüllt. „Wenn dein Kind dich morgen fragt“, dann antworte nicht mit den Gewissheiten dieser Welt, dass alles einen Zweck und ein Ziel hat, sondern mit dem Glanz Gottes in unserem Leben."

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Bild: Zwischen Superintendent Jäger und Landesbischof Meister: Pastor Egge de Wall. Foto: Kanzlei

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"Politiker sollten in der Auseinandersetzung fair bleiben"

Mit Blick auf die Wahlen im Herbst in Niedersachsen und auf Bundesebene hat Landesbischof Ralf Meister die Politiker zu Fairness ermahnt. "Ich bin besorgt über die persönlichen Verletzungen und Demütigungen der letzten Tage", sagte Meister am Donnerstag dem Evangelischen Pressedienst (epd). "Wenn wir einen Wahlkampf in diesem Stil erleben, wird dieser das Ansehen der Politikerinnen und Politiker beschädigen", mahnte der Landesbischof.

In Niedersachsen soll am 15. Oktober der Landtag neu gewählt werden, nachdem die rot-grüne Landesregierung durch den Übertritt der Abgeordneten Elke Twesten von den Grünen zur CDU ihre Mehrheit verloren hat. Dort haben nach dem Parteiwechsel Twestens nur fünf Monate vor dem ursprünglichen Wahltermin bereits heftige gegenseitige Attacken und Vorwürfe begonnen. Der neue Bundestag wird am 24. September gewählt.

"Was wir brauchen, sind glaubwürdige Politikerinnen und Politiker, denen wir vertrauen können - und die mit dieser Glaubwürdigkeit in den Debatten überzeugen", sagte Meister. Die evangelische und katholische Kirche hätten bereits 2006 ein gemeinsames Wort veröffentlicht. "Darin wird treffend beschrieben, worum es gehen muss", unterstrich der Bischof: "Es dürfen nicht einzig der Machterwerb und Machterhalt im Vordergrund stehen, sondern es muss in der Politik um Werteorientierung und grundlegende politische Tugenden gehen."

Die Politiker sollten in der Auseinandersetzung fair bleiben, betonte Meister. "In Debatten überzeugen nur diejenigen, die persönlich glaubwürdig sind." Allerdings sei nicht allein die Politik gefragt, sich für ein demokratisches Gemeinwesen einzusetzen. Gefordert seien auch die Journalisten, die wahrhaftig, sorgfältig und zugleich mutig und selbstkritisch berichten sollten. Auch Interessensvertreter aus Verbänden, Vereinen oder Bürgerinitiativen sollten sich einbringen, ebenso wie alle Wählerinnen und Wähler.

"Es ist wichtig, das Gespräch mit den Menschen zu suchen, die der Politik nicht mehr vertrauen und bei früheren Wahlen zu Hause geblieben sind", betonte der Landesbischof. Darum begrüße er es, dass im Wahlkampf wieder verstärkt der direkte Kontakt zu den Wählern an der Haustür gesucht werde. "So kann es gelingen, wieder einen Gesprächsfaden aufzunehmen und verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen."

epd-Landesdienst Niedersachsen-Bremen

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Bild: Johannes Neukirch

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Erstklassig: 40.000 Bügelbilder zur Einschulung

Zum Schulanfang verschenkt Landesbischof Meister 40.000 Bügelbilder mit der Aufschrift „Erstklassig“ an die Erstklässlerinnen und Erstklässler. In über 600 Kirchengemeinden der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers bekommen die Kinder in den Einschulungs-Gottesdiensten die Bügelbilder und eine begleitende Broschüre.

Landesbischof Meister: „Die Einschulung ist das große Ereignis für die Erstklässlerinnen und Erstklässler und ihre Familien. Ich freue mich, dass die Einschulungsgottesdienste zum Beginn dieses neuen Lebensabschnitts mittlerweile wie selbstverständlich dazu gehören. Mit dem Segen Gottes, der den Kindern und der ganzen Gemeinde zugesprochen wird, ist die Zusage verbunden: Gott begleitet euch Schulanfängerinnen und Schulanfänger bei allem, was euch in den ersten Schuljahren begegnet. Er geht mit euch durch diesen spannenden und manchmal vielleicht auch etwas verunsichernden Neuabschnitt eures Lebens.“

Die Schulanfangsaktion des Landesbischofs steht in diesem Jahr unter der Überschrift „Erstklassig“. Die Bilder mit dem Schriftzug „Erstklassig“ können auf weiße oder helle Textilien aufgebügelt werden. Die beiliegende Broschüre enthält einen Stundenplan und ein Anschreiben an die Eltern.

Oberlandeskirchenrätin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Leiterin der Bildungsabteilung der Landeskirche, sagt zur Einschulung:
„Ich bin sehr dankbar für das Engagement der Lehrerinnen und Lehrer, die viel Zeit und Energie einsetzen, um den Schulanfängerinnen und Schulanfängern einen optimalen Start in die Schulzeit zu ermöglichen. Wichtig ist, dass die Kinder gerade in den ersten Schuljahren Freude am Lernen finden. Der Start in die Schule gelingt, wenn die Schülerinnen und Schüler – nicht nur die Erstklässlerinnen und Erstklässler – entdecken können, dass jede und jeder von ihnen ganz besondere Begabungen besitzt. Sie sind alle „erstklassig“ und von Gott geliebte Kinder – das wird ihnen auch in diesem Jahr wieder in hunderten von liebevoll vorbereiten Einschulungsgottesdiensten zugesprochen.“

Die Schulanfangs-Aktion der Landeskirche gibt es seit dem Amtsantritt von Landesbischof Ralf Meister im Jahr 2011. In den vergangenen Jahren bekamen die Kinder zur Einschulung ein Fernrohr, eine Gebetsfaltkarte, ein kleines Geschenkbuch, einen reflektierenden Engel für den Schulranzen, ein Wimmelbild-Puzzle und ein Mini-Memory.

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Bild: Landesbischof Meister und OLKR Dr. Gäfgen-Track testen das Bügelbild mit zwei künftigen Schulkindern. Bild: Jens Schulze

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Besuch im Erlebnisraum Taufe - Weltausstellung

Bei der Weltausstellung Reformation 2017 in Wittenberg ist Halbzeit. Landesbischof Meister nutzte die Ferienzeit, um der Weltausstellung privat einen Besuch abzustatten. Natürlich war Familie Meister auch im hannoverschen Erlebnisraum Taufe zu Gast und ließ sich am 500-jährigen Taufstein aus der Kirchengemeinde Hülsede segnen.

Über 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der hannoverschen Landeskirche machen in diesem Sommer Dienst im Erlebnisraum am Stadtgraben in Wittenberg. Aus dem Team der Bischofskanzlei ist auch jeweils eine Mitarbeiterin für eine Woche dabei, bis am 10. September die Tore der Weltausstellung geschlossen werden.

Das morgendliche Herrichten des Raumes, die Vorbereitung der Give-aways, doch vor allem ein freundliches Willkommen, das leise Begleiten der Ankommenden in den besonderen Raum und ein Segenswort als Erinnerung an die Taufe gehören zu den Aufgaben der Begleitenden.

Große Worte braucht es nicht. „Der Raum ist selbsterklärend und lässt sich auf jeweils ganz eigene Art entdecken – es geht um das eigene Erleben.“ sagt Innenarchitektin und Projektleiterin Ulrike Tüpker.

Weltausstellung Reformation in Wittenberg noch bis zum 10. September.
Hier finden Sie hier die wichtigsten Informationen für Ihren Besuch.


Bild: Cornelia Dassler und Johannes Neukirch

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„Hannover summt“ im Bischofsgarten

Im Garten der Bischofskanzlei summt es. "Die unverdroßne Bienenschar fliegt hin und her, sucht hier und da ihr edle Honigspeise“ (EG 503, Geh aus mein Herz).
Seit einigen Wochen stehen zwei Bienenstöcke der Initiative „Hannover summt!“ im Garten der Bischofskanzlei. Sie werden von einer professionellen Imkerin betreut, die mit der Entwicklung des Bienenvolkes in der Haarstraße hochzufrieden ist.
„Hannover summt!“
ist ein Zusammenschluss professioneller Imker, Hobby-Imker und Naturfreunde aus Hannover und Umgebung, die sich für den Schutz und die Förderung von Honig- und Wildbienen im Raum Hannover einsetzen. Artenvielfalt und die Sensibilisierung der Bevölkerung für biologische Vielfalt sind dabei maßgeblich. 
"Hannover summt" hat verschiedene Standorte in Hannover und Umgebung, an denen Bienenvölker sich beheimaten. Der Garten der Bischofskanzlei gehört nun nach den ersten Wochen Probewohnen für das Bienenvolk dazu.

Wir wünschen Ihnen gesegnete Sommertage!

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Bild: Bischofskanzlei

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Bild: Jens Schulze

"Ehe für alle"

Evangelische Bischöfe aus Niedersachsen begrüßen eine mögliche "Ehe für alle". "Menschen leben nicht nur in der Ehe zwischen Mann und Frau, sondern auch in anderen Beziehungsformen in Verlässlichkeit, Verbindlichkeit und Verantwortung miteinander", sagte Landesbischof Ralf Meister. 

Auch der braunschweigische Landesbischof Christoph Meyns betonte, die Kirche setze sich für den Abbau von Diskriminierungen ein. "Deswegen können wir das Bemühen des Staates unterstützen, homosexuelle Paare mit Paaren von Mann und Frau rechtlich gleichzustellen." Der Bundestag wird am Freitag über die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben abstimmen. 

Die evangelischen Kirchen in Niedersachsen ermöglichen bisher Segnungsgottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare. Die Unterschiede zur kirchlichen Trauung sind dabei verschieden stark ausgeprägt. Auch ist es in der Regel den Pastorinnen und Pastoren freigestellt, ob sie die Segnung halten oder an eine andere Gemeinde abgeben wollen.

Die hannoversche Landeskirche stellt Meister zufolge eingetragene Lebenspartnerschaften genauso unter "Gottes Wort und Segen" wie die Ehen zwischen Mann und Frau. In den zentralen Elementen wie einem gegenseitigen Treueversprechen oder dem Ringwechsel unterschieden sie sich nicht von einer Trauung. 

Auch die oldenburgische und braunschweigische Kirche ermöglichen Segnungsfeiern. In Oldenburg sind nach einer auf einen Synodenbeschluss von 2004 zurückgehenden Handreichung aber zum Beispiel ein Trauversprechen und ein Ringtausch nicht vorgesehen. Auch in der braunschweigischen Kirche unterscheide sich die Andacht von einem offiziellen Trauungsgottesdienst, der auch im Kirchengesetz verankert sei, sagte Kirchensprecher Michael Strauß. 

Dass die Änderung staatlicher Gesetze auch zu Veränderungen in der Kirche führt, hält Strauß für nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich bedeute die Trennung von Staat und Kirche zwar, dass ein Einfluss auf kirchliche Gesetze nicht zwingend sei. Allerdings hätten die Kirchen ihre Haltung gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren bereits in den vergangenen Jahren verändert, sagte Strauß. "Aus meiner Sicht wird ein neuer Diskussionsprozess eröffnet." Auch der oldenburgische Kirchensprecher Hans-Werner Kögel hält erneute Diskussionen in der Synode seiner Landeskirche für möglich. 

In der Bremischen Evangelischen Kirche und der Evangelisch-reformierten Kirche entscheiden die Gemeinden selbst, wie sie das Thema handhaben. In Bremen sind gleichgeschlechtliche Trauungen "weder erlaubt noch verboten", sagte Kirchensprecherin Sabine Hatscher. In der bremischen Kirchenverfassung ist die sogenannte "Glaubens-, Lehr- und Gewissensfreiheit" verankert, die es den Gemeinden ermöglicht, theologische, weltanschauliche oder pädagogische Fragen eigenständig zu regeln.

Auch bei den Reformierten entscheidet der Kirchenrat jeder einzelnen Gemeinde, ob gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden. Auf der kommenden Synode im Herbst solle über eine neue Trau-Agenda entschieden werden, sagte Kirchensprecher Ulf Preuß. Diese sehe unter anderem vor, keinen Unterschied mehr zwischen hetero- und homosexuellen Partnerschaften zu machen und Trauungen in das Kirchenbuch einzutragen. Es werde aber dabei bleiben, dass die Kirchengemeinde vor Ort entscheide. (epd)

Wortlaut der Stellungnahme von Landesbischof Meister
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Reformation in Hullersen: Erzählt von eurem Glauben

Landesbischof Ralf Meister hat die evangelischen Christinnen und Christen zu einem offeneren Umgang mit ihrem eigenen Glauben aufgefordert. Es sei wichtig, "dass wir erzählen, wo wir Gottes Gegenwart sehen und hören in dieser Welt und damit anderen Hoffnung bringen", sagte Meister bei einem Gottesdienst in Hullersen (Einbeck), einem der ältesten Reformationsorte in Niedersachsen. Er ergänzte: "Macht aus eurem protestantischen Herz kein Geheimnis. Seid fröhlich und getrost und erzählt es der Welt."

Protestanten sollten zu ihrem Glauben stehen, gerade auch weil für viele Menschen heute Gott keine Rolle mehr spiele, forderte der Bischof. Immer mehr Menschen meinten, alles aus eigener Kraft erreichen zu können: "Frieden wird zum reinen Menschenwerk. Gerechtigkeit wird zur menschlichen Rechthaberei. Spüren wir nicht, wie wir uns damit rauben, was wir zum Leben brauchen?"

Angesichts vieler Krisen erwarteten viele Menschen klare Ansagen von der Kirche und auch von ihm selbst als Bischof, sagte Meister in seiner Predigt in der Dorfkirche im Einbecker Ortsteil Hullersen. Sie verlangten "ein klares Richtig oder Falsch in den bedrohlich offenen Fragen, mit denen wir in den letzten Monaten konfrontiert wurden".

Doch der protestantische Glaube erfordere die Gewissensentscheidung jedes einzelnen, betonte der Landesbischof. Protestantische Ratschläge seien kein schneller Ratgeber des Richtig oder Falsch. "Wir Protestanten haben keine Lehrinstanz. Wir müssen entscheiden - allein aus unserem Glauben an Jesus Christus."

Die Kirche in Hullersen ist einer der frühesten Orte der Reformation. Dort habe im Jahr 1522 der Mönch Johannes Ebbrecht einen der ersten evangelischen Gottesdienste gefeiert, hieß es. Er sei dafür angefeindet und sogar inhaftiert worden. Meister dankte den Schülern der Berufsbildenden Schulen Einbeck, die diese Geschichte in Bildern auf zahlreichen Stromkästen der Stadt verewigt haben. (epd/red.)

Nach dem Gottesdienst ging es mit einer Kutsche in ein Jugendlager des Pfadfinderstamms "Ebbrecht". Begleitet wurde Landesbischof Meister dabei von Superintendenten Stephanie von Lingen (Foto).

Bild: Kirche Einbeck

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Bild: epd-Bild

Gruß zum Fastenbrechen

Zum Fest des Fastenbrechens grüßt Landesbischof Ralf Meister die muslimischen Gemeinden in Niedersachsen:

Im Namen der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers wünsche ich Ihnen, Ihren Familien, den Moscheen und allen Musliminnen und Muslimen in Niedersachsen ein gesegnetes Ramadanfest.

Haben Sie herzlichen Dank für die vielen Einladungen zum Fastenbrechen, die Sie auch in diesem Jahr wieder an evangelische Christinnen und Christen ausgesprochen haben. Wir freuen uns über diese Einladungen und nehmen sie gern an.

Für uns als Landeskirche stand und steht das laufende Jahr ganz im Zeichen der Feier des 500-jährigen Jubiläums der Reformation. In Wittenberg begehen wir im Rahmen des Reformationssommers in wenigen Tagen eine Woche des interreligiösen Dialogs. Zuvor treffen sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland und einige unserer Dialogbeauftragten wie in jedem Jahr mit den Vertretern und Vertreterinnen des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland. Teil des Programms wird auch eine kleine Tour durch Wittenberg sein, der Stadt, von deren Universität aus die Reformation vor 500 Jahren in besonderer Weise ausging.

Bei diesen und vielen anderen Gelegenheiten beschäftigen wir uns intensiv mit den Fragen, die uns heute bewegen. Deutschland ist in den letzten fünf Jahrzehnten ein religiös vielfältiges Land geworden. Seine gesellschaftliche und politische Struktur hat wenig gemein mit dem Land, in dem Martin Luther, Philipp Melanchthon und all die anderen Reformatoren einst wirkten. Darauf müssen wir als Evangelische Kirche in angemessener Weise reagieren, nicht zuletzt dadurch, dass wir unser Verhältnis zu anderen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen neu bestimmen. Auch das heißt für uns „Reformation“.

Wir sind dankbar für die unzähligen Gespräche, die wir mit Ihnen seit dem letzten Ramadanfest führen durften, sei es im kleinen, vertraulichen Rahmen, sei es bei Fortbildungen und Veranstaltungen des interreligiösen Dialogs, sei es auf der politischen Bühne. Wir sind gut vernetzt und kennen uns. Das ist etwas sehr Wertvolles in dieser Zeit, in der das Miteinander von Christen und Muslimen auf vielerlei Weise herausgefordert wird, insbesondere durch die politischen Entwicklungen im Nahen Osten und in der Türkei, die auch bei uns tiefe Spuren hinterlassen haben.

Id mubarak wünscht Ihnen Ihr

Ralf Meister

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