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Gratulation an neue Generalsekretärin des LWB

Mon, 21 Jun 2021 07:27:07 +0000 von . Bischofskanzlei

Erstmals übernimmt mit Anne Burghardt eine Frau das Generalsekretariat beim Lutherischen Weltbund. Die 45-jährige Pfarrerin aus Estland ist Ökumene-Expertin und studierte in Deutschland.

Der Rat des Lutherischen Weltbundes (LWB) hat mit der Theologin Anne Burghardt aus Estland erstmals eine Frau an die Spitze seines Generalsekretariats gewählt. Die 45-jährige Burghardt werde das Amt im November als Nachfolgerin des Chilenen Martin Junge antreten, teilte der LWB am Samstag in Genf mit. Sie setzte sich gegen Kenneth Mtata aus Simbabwe durch, der ebenfalls für die Position des Generalsekretärs kandidierte. Amtsinhaber Junge leitet den LWB seit elf Jahren.

Nach der Bekanntgabe ihrer Wahl sagte Burghardt: "Diese große Ehre erfüllt mich mit Demut, und ich bin zutiefst dankbar für das Vertrauen, das die Ratsmitglieder mir mit dieser Wahl entgegenbringen." Die Auslandsbischöfin der Evangelische Kirche in Deutschland, Petra Bosse-Huber, gratulierte Burghardt zu ihrer Wahl. "Ich freue mich auf die weitere gute und intensive partnerschaftliche Zusammenarbeit", erklärte sie.

Als Leitender Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands (VELKD) hob Landesbischof Ralf Meister hervor, dass Burghardt eine "ausgewiesene Expertin in Theologie und Ökumene mit seelsorgerlichem Gespür und breiter Erfahrung in kirchlichen Leitungsämtern" sei.

Mir Burghardt werde erstmals eine Persönlichkeit aus der Region Mittel- und Osteuropa Generalsekretärin der Gemeinschaft von 148 Kirchen mit 77 Millionen Gläubigen, erklärte der LWB. Die Pfarrerin ist derzeit Leiterin der Abteilung für Entwicklung am Theologischen Institut der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und Beraterin der Kirche für internationale und ökumenische Beziehungen.

Der LWB ist eine weltweite Kirchengemeinschaft von 148 Kirchen lutherischer Tradition, die nach eigenen Angaben rund 77 Millionen Christinnen und Christen in 99 Ländern vertritt.

epd/red.
Quelle: Lutherischer Weltbund