© Jens Schulze

Aufruf zum Eintreten für eine starke Demokratie

Sat, 22 Feb 2020 11:23:44 +0000 von . Bischofskanzlei

Erster Bericht vor der neuen Landessynode

Vor seinem ersten Bericht vor der 26. Landessynode hat Landesbischof Meister gemeinsam mit den Synodalen im Gebet der Opfer des Anschlags von Hanau am Mittwoch gedacht. "Wir leben in einer starken, stabilen Demokratie, die die Freiheitsrechte ihrer Bürgerinnen und Bürger – im internationalen Vergleich – in außerordentlicher Weise garantiert und auch schützt," betonte Meister. "Doch es bleiben Aufgaben für den Staat, die sich aus einer sich ausweitenden, extremen, vornehmlich rechtsextremen und nationalistischen Meinungsverschiebung ergeben." 

Er sprach sich für strikte Prüfung und Entfernung von Texten und Videos in sozialen Netzwerken aus, die offensiv für eine demokratiefeindliche Einstellung werben. Aufgabe der Kirchen sei "die Stärkung aller bestehenden Allianzen, die sich positiv zu einer Kultur stellen, die Vielfalt nicht als Verlust, sondern auch als Herausforderung und Chance begreifen."

Meister wies zudem auf einen Aufruf des Bündnisses "Niedersachsen packt an" hin, in dem dazu aufgerufen wird, eine klare Haltung für Vielfalt, Toleranz und Miteinander zu zeigen. "Als Mitglied des Bündnisses stehen wir voll und ganz hinter diesem Aufruf!" Meister warb dafür, das Thema in Kirchengemeinden offen zu thematisieren: "Nicht nur in den Fürbitten im Gottesdienst, sondern auch in Diskussionen in unseren Kirchenvorständen oder Kirchenkreissynoden."

Gemeinsam mit dem Präsidenten der Landessynode, Matthias Kannengießer, und weiteren Mitgliedern der Landessynode nahm Meister am Abend seines Berichtstages an einer Kundgebung "Hannover gegen Rassismus. Hannover für Vielfalt!" teil. Veranstalter waren der Stadtkirchenverband Hannover und das Bündnis "Bunt statt Braun". (Themenraum)

Den vollständigen Bischofsbericht können Sie hier nachlesen: https://landesbischof.wir-e.de/texte
Quelle: Themenraum/Pressestelle Landeskirche